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Kaffee-to-Go oder Müll-to-Go?

Kaffee – für viele Deutsche ein Wundermittel, um erfolgreich in den Tag zu starten. Unterwegs zur Arbeit oder während einer Vorlesung, kann das Heißgetränk zu einer besseren Laune beitragen und ist mittlerweile für viele nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es Kaffee in vielen verschiedenen Ausführungen, sodass für fast jeden etwas dabei ist. Eine Studie bestätigt, dass über 80% der Deutschen täglich Kaffee konsumieren. Während man sein Heißgetränk unterwegs genießt, denkt wahrscheinlich niemand an die Folgen.


Jedes Jahr landen mehr als 2,8 Milliarden Einwegbecher im Müll. Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt 34 To-Go Becher.


Was viele jedoch nicht wissen ist die Menge an Energie, die nötig ist, um diese Menge an Wegwerf-Becher überhaupt produzieren zu können. Mit dem Strom, den man benötigt, könnte eine Kleinstadt ein Jahr lang auskommen. Zeitgleich werden 43.000 Bäume für das Papier benötigt und circa 1,5 Milliarden Liter Wasser. In diesen Zahlen sind jedoch noch nicht, die Kunststoffdeckel oder die Pappmanschetten gegen heiße Finger enthalten. Für diese aufwendige Produktion überleben To-Go Becher jedoch im durchschnitt nur eine Vierteilstunde bevor sie im besten Fall in einem Mülleimer oder auf dem Gehweg landen.


Um dem Problem entgegenzuwirken reicht schon eine einfache Umstellung im Alltag. Viele Bäckereien in Deutschland und auch Starbucks, Balzac oder Tchibo werben damit, dass Kunden ihre eigenen Mehrwegbecher von zuhause mitbringen. Bei Starbucks beispielsweise gibt es dann einen Rabatt von 30 Cent.


Für die Zukunft prüft Tchibo wie ein Pfandsystem für Kaffeebecher aussehen könnte. Gleichzeitig wird von der Deutschen Umwelthilfe an einem Zukunftsprojekt gearbeitet, dass einen To-Go Becher für alle Anbieter beinhaltet.


P.S. Während Sie diesen Text gelesen haben, sind in Deutschland wieder mehr als 15.000 Einwegbecher im Müll gelandet.