Die Gier nach Fischen – eine Nahrungsquelle stirbt aus.

Bis zu dem Beginn des 20. Jahrhunderts galt das Meer als ein unendlicher Reichtum und die Menschen glaubten, dass die Weltmeere die Ernährung der stetig wachsenden Bevölkerung sichern könnte. Doch die Realität sieht vollkommen anders aus.

Angetrieben durch den technischen Fortschritt breitete sich der industrielle Fischfang über alle Meere aus. Die Fangschiffe werden immer größer und mit ihnen auch die Netze der Fischer, die metergenaues Befischen ermöglichen. Von den neuen Technologien bleibt auch die Tiefsee nicht mehr verschont. Die

Netze der Fischer werden auf bis zu 2.000

Meter Tiefe herabgelassen. Die Menge des gefangenen Fisches hat sich in den letzten 60 Jahren vervielfacht. Im Jahr 1950 waren es circa 12,8 Millionen Tonnen Fische und seit dem Jahr 2000 sind es jährlich circa 80 Millionen Tonnen. Im Jahr 2018 waren es sogar circa 90,9 Millionen Tonnen.


Die Ursachen der Überfischung sind zu einem die gestiegene Nachfrage nach Fisch und zum anderen die Fangmethoden der Fischer, die oftmals Schleppnetze benutzen, welche den gesamten Lebensraum und die Nahrungsquellen der Meereslebewesen zerstören. Gleichzeitig spielen auch Faktoren, wie der Plastikmüll in den Ozeanen und der Klimawandel eine Rolle.


Die Folgen von der exzessiven Fischerei sind, dass der Bestand von vielen Fischarten zurück geht. So ist beispielsweise der Bestand von Thunfischen, Schwertfischen und Haien um 90% zurückgegangen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gelten heutzutage etwa 33% der weltweiten Fischbestände als bis an die biologische Grenze befischt. Im Mittelmeer ist die Situation jedoch weitaus dramatischer: hier gelten 62% der Fischbestände als überfischt. Berechnungen zufolge ist der kommerzielle Fischfang ab 2050 nicht mehr möglich, wenn die Fischbestände nicht stärker geschont werden.

Auch wir können Im Alltag etwas gegen die Überfischung unternehmen. Zum einen sollten wir auf unseren eigenen Konsum von Fisch achten. Zum anderen solltest du beim Einkauf unbedingt versuchen Fisch aus der Aquakultur zu vermeiden und auf das MSC-Siegel zu achten.


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