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3 Meter groß, knapp 600 Kilo schwer: Ein Riese siedelt um!

Aktualisiert: 8. Aug 2019


Aktuell leben 19 verschiedene Eisbärpopulationen rund um den Nordpol. Die Eisbären können bis zu drei Meter groß werden und zwischen 300 und 600 Kilogramm schwer. In ihrem Lebensraum haben die Eisbären keine natürlichen Feinde. Ihr dichtes Fell und die darunter liegende Fettschicht hält sie auch bei Temperaturen unter minus 50 Grad Celsius warm. Doch wird das dichte Fell zukünftig noch gebraucht? In den letzten 100 Jahren ist die durchschnittliche Temperatur in der Arktis um rund 5% gestiegen.


In den nächsten 40 Jahren ein Drittel weniger Eisbären


Weltweit existieren noch etwa 22.000 bis 31.000 Eisbären. Simulationen ergaben, dass sich die Population in den nächsten 40 Jahren um circa ein Drittel reduzieren könnte. Das Ökosystem der Eisbären verändert sich zu schnell und den Eisbären bleibt keine Chance, sich daran anzupassen. Das Resultat daraus ist, dass sie vom Aussterben bedroht sind.


Grund dafür ist nicht nur das schmelzende Eis, sondern auch Öl- und Gasbohrungen, die vermehrt in der Arktis stattfinden sollen. Insgesamt verschwand die achtfache Fläche von Deutschland an Eis. Durch das schmelzende Eis fehlt den Eisbären eine Plattform, um nach Robben zu jagen. Sie finden immer weniger Beute und die Eisbären werden durch den Klimawandel gezwungen, auf unbestimmte Zeit zu fasten. Daraus resultiert, dass immer mehr Eisbären verhungern oder auch ertrinken.


In den letzten Jahren kam es vermehrt zu Vorfällen, bei denen Eisbären auf Müllhalden nach Futter suchen. Damit einhergehend hat sich auch die Zahl der Angriffe von Eisbären auf Menschen erhöht. Sie versuchen verzweifelt, nach alternativer Nahrung zu suchen, sodass sie ihr gewohntes Jagdrevier verlassen.


Die Zukunft der Eisbären liegt auf sehr dünnem Eis und kann durch uns Menschen beeinflusst werden. Vor allem der CO2-Ausstoß heizt die globale Erwärmung immer weiter an. Um zu helfen, können wir im Alltag vermehrt auf unseren Verbrauch von Heizkosten und Licht achten und so die Erderwärmung nicht in dem aktuellen Tempo fortschreiten lassen.